blog

Audacity, Librivox und der Spaß am Vorlesen

Audacity-logoJa, es ist traurig, denn in deutschen Landen wird immer weniger vorgelesen und dabei weiß doch jeder, dass es so gut für die Kleinen ist. Kürzlich bin ich im Internet auf das Tool Audacity - eine frei erhältliche Open-Source-Software - gestoßen. Audacity ist ein Audio-Recorder, der sehr leicht zu erlernen.

Ich habe gleich mal das erste Kapitel von Mozart in der Zukunft aufgenommen. Ganz unprofessionell und spontan.

Wärt ihr mit einer derartigen Qualität zufrieden? Oder würdet ihr lieber für eine professionelle, im Studio aufgenommene Version sagen wir mal € 10,- bezahlen?

Bücher, die in der Public Domain sind oder übelibrivox-logor die man selbst die Rechte besitzt (zum Beispiel eine selbst geschriebene Geschichte) kann man auf LibriVox hochladen und sie somit mit anderen teilen. Wenn also eine Mama oder ein Papa vorliest, kann ein anderer Papa oder Mama es den Kindern vorspielen. Ich habe auf LibriVox zum Beispiel Max und Moritz gefunden http://librivox.org/max-und-moritz-by-wilhelm-busch/

Jetzt aber zum ersten Kapitel von Mozart in der Zukunft. Schreibt mir doch einfach mal, was ihr davon haltet…
 

Unterschied zwischen Bedienunganleitungen und Kinderbüchern

Tagsüber bin ich technischer Redakteur und erstelle Textblöcke mit Illustrationen (sogenannte Topics) für technische Bedienungsanleitungen. Die Topics füge ich dann zu ganzen Bedienungsanleitungen zusammen und veröffentliche sie in folgenden Formaten:

  • PDF-Dokumente für den Druck,
  • HTML-Dokumente für die Darstellung auf der Website und
  • CHM (Windows-Hilfe-Dateien) für die Online-Hilfe (F1-Taste) unserer Software-Produkte.

Einige von diesen Topics werden “wiederverwendet”. So existiert ein Topic wie z. B. “Sicherheitshinweise” nur einmal im System und wird in allen Bedienungsanleitungen verwendet. Das nennt man Single Sourcing.
Natürlich werden alle Bedienungsanleitungen in viele Sprachen übersetzt.
Alle Daten werden in einem Redaktionssystem gespeichert, an das eine Publishing Engine gekoppelt ist ,die die o. g. verschiedenen Ausgabeformate erzeugen kann.

In diesem Prozess sind verschiedene Personen involviert:

  • Technische Redakteure,
  • Korrekturleser,
  • Übersetzer,
  • Fremdsprachliche Korrekturleser und
  • IT-Fachkräfte, die das System betreuen.

So sieht der Prozess aus:
RP_process

Meine Frau hat dieses wunderschöne Kinderbuch geschrieben, das mehrere Illustrationen enthält. Dann schrieb sie ein weiteres Kinderbuch, das mehr oder weniger gleich aufgebaut ist. Kurzes Zeit später kam sie mit noch einer Geschichte und fragte mich:
“Könntest du dieses Buch bitte auch veröffentlichen?”
Ich hab folgendes geantwortet: “Soll dieses Buch auch ins Deutsch, Englische und Spanische übersetzt werden? Und soll es auch sowohl als gedrucktes Buch als auch in verschiedenen E-Book-Formaten erscheinen?”

Das war der Moment, wo ich mir sagte: Moment! Das ist keine einmalige Sache. Ich sollte mir mal die Prozesse anschauen:RP_process

Hmm? Sieht gleich aus, oder? Ja, ich hab auch nur die Grafik kopiert! Und was soll das? Was steht hinter den einzelnen Schritten?

Writing/Editing

Bedienungsanleitungen:
Ich mache beide: Ich erstelle Texte und ich erstelle Illustrationen, allerdings sind wir zu zweit in der Abteilung. Darüber hinaus vergeben wir auch noch den einen oder anderen Auftrag extern.

Kinderbücher:
Meine Frau schreibt die Bücher. Wir sind zwar auf der Suche nach weiteren Autoren, aber bisher ist sie die einzige. The Illustrationen kommen von freiberuflichen Illustratoren.

Also im Großen und Ganzen könnte man sagen, dass die Prozesse gleich sind.

Revision

Der Prozess der Revision oder des Korrekturlesens ist fast identisch: Während die Bedienungsanleitungen von meinen Kollegen aus der Entwicklungsabteilung korrigiert werden, greifen wir für Kinderbücher auf externe Korrekturleser zurück.

Translation

Bedienungsanleitungen:
Wir arbeiten mit freigeruflichen Übersetzern zusammen. Im April 2009 beim MemoQFest in Budapest hielt ich einen Vortrag darüber, wie ich mit externen, freiberuflichen Übersetzern zusammenarbeite und diese in die Prozesse einbeziehe. Hier sind die Folien:

Firmen arbeiten meist mit Übersetzungsbüros zusammen, aber die Prozesse sind vergleichbar.

Kinderbücher:
Mein Job ist es, die besten Übersetzer am Markt zu finden und sie in die Prozesse einzubeziehen. So habe ich auch schnell gute literische Übersetzer für jedes Sprachpaar gefunden:

  • Portugiesisch-Spanisch (freiberuflicher Übersetzer),
  • Portugiesisch-Englisch (freiberuflicher Übersetzer) und
  • Portugiesisch-Deutsch (Das mache ich selbst).

Proof-reading

Es gibt eigentlich keinen großen Unterschied zwischen dem Korrekturlesen des Originals und der Übersetzung. Allerdings wird das Original auch auf Inhalt und Logik gesprüft und die Übersetzung nur auf sprachliche Richtigkeit. Der Inhalt der Übersetzung sollte nicht geändert werden, weil man sonst auch das Ausgangsdokument wieder ändern müsste, weil es sonst nicht mehr zur Übersetzung passt.

Multiple formats

Die verschiedenen Formate sind der Knackpunkt!
Aus technischer Sicht sind die verschiedenen Formate nur Systemvoraussetzungen, d. h. das Redaktionssystem und die angekoppelte Publishing Engine müssen in der Lage sein, die folgenden Formate für den Druck und die elektronischen Medien zu erzeugen:

  • Bedienungsanleitungen: PDF, HTML, CHM
  • Kinderbücher: PDF, ePUB, LIT, MOBI, LRF, PDB

Auf dem Markt gibt es eine Unzahl von Redaktionssystemen, die PDF, HTML und CHM generieren können. The E-Book-Markt is allerdings noch sehr jung. Ein entsprechendes System zu finden ist also die große Herausforderung.
Ich möchte nur einmal drei Systeme erwähnen, die alle eine komplett anderen Lösungsansatz bieten:

Wenn du noch weitere Systeme oder Online-Dienste kennst, dann schreib doch bitte einen Kommentar.

Schlussfolgerung

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Bedienungsanleitungen und Kinderbüchern?
Antwort: Bezüglich der Prozesse gibt es eigentlich keinen Unterschied.

Aus zwei Gründen ist es einfacher Kinderbücher zu veröffentlichen:

  1. Die “Wiederverwendung” von Topics ist bei Kinderbüchern kein Thema. Es wird niemals Topics in anderen Kinderbüchern wiederverwendet. Für Bedienungsanleitungen ist das allerdings ein wichtiges Thema.
  2. Kinderbücher werden nicht geändert. Bedienungsanleitungen werden all fünf Monate oder so geändert, weil das entsprechende Produkt neue Features oder Funktionen bekommen hat und diese beschrieben werden müssen. Ein Kinderbuch wird in der Regel einmal veröffentlicht und danach nicht mehr geändert.

Smashwords

smashwordslogoIch bin gerade auf diese tolle Seite gestoßen, die sich Smashwords nennt und die es schon seit ein paar Monaten gibt.

Wie so häufig gibt es viele interessante Dinge im Leben nur auf Englisch. Wem das nichts ausmacht, der sollte sich mal die About-Seiteanschauen, auf der u. a. Folgendes zu lesen steht:

“Smashwords is an ebook publishing and distribution platform for ebook authors, publishers and readers. We offer multi-format, DRM-free ebooks, ready for immediate sampling and purchase, and readable on any e-reading device.
At Smashwords, our authors and publishers have complete control over the sampling, pricing and marketing of their written works.

Smashwords is ideal for publishing novels, short fiction, poetry, personal memoirs, monographs, non-fiction, research reports, essays, or other written forms that haven’t even been invented yet.

It’s free to publish and distribute with Smashwords.”

Autoren

Wenn du einen eBook-Reader besitzt oder wenn du vielleicht sogar selbst bereits ein Buch geschrieben hast, dann solltest du dir diese Seite auf jeden Fall einmal anschauen. Der Style-Guidebeschreibt genau, wie man seine Dokumente vorbereiten muss. Das Ausgangsformat ist RTF. Es wird sogar empfohlen, Microsoft Word zu verwenden, aber man kann die Dokumente auch mit OpenOffice bearbeiten und dann als RTF speichern.

Nach dem Hochladen der RTF-Datei setzt eine sogenannte Meatgrinder technology ein, die dann das Dokument in die verschiedenen eBook-Formate konvertiert und sie für auf der Seite zum Download zur Verfügung stellt.

Partner-Programm

Wer einen Blog betreibt, für ist sicherlich das Affiliate Program (Partner-Programm) interessant. Man bekommt für jedes weiterverkaufte Buch zwischen 11% und 80,5% vom Nettoverkaufspreis. Aber was vielleicht noch besser ist, ist die Tatsache, dass man seine Kommission innerhalb von 48 Stunden ausbezahlt bekommt.

Links von diesem Artikle sind einige Smashwords-Partner-Links zum ausprobieren.

Hier ist ein YouTube-Video, wo Smashwords im Detail erklärt wird. Tja, leider wieder nur auf Englisch :-(

Literarische Übersetzungen mit einem CAT-Tool

dictionaryZunächst einmal: Was ist eigentlich ein CAT-Tool? CAT steht für “Computer-aided Translation”, was auf Deutsch so viel heißt wie Computer-unterstützte Übersetzung. Auf WikiPedia steht das natürlich auch:http://de.wikipedia.org/wiki/Computerunterst%C3%BCtzte_%C3%9Cbersetzung Es handelt sich hierbei also um eine Software-Applikation, die dem Übersetzer hilft, seine Arbeit zu erledigen. Oft wird dieses Tool auch als “Translation-Memory-System” bezeichnet. I finde den Term “Translation Environment” (TE) am Passendsten. Ist auch nicht so wichtig, denn es ist eigentlich ein und dasselbe.

Das erste Buch, das ich mit einem TE übersetzt habe, war das Kinderbuch Mozart in der Zukunft von der brasilianischen Kinderbuchautorin Tânia Maria Rodrigues-Peters, die zufällig meine Frau ist. Ich habe es aus dem brasilianischen Portugiesisch ins Deutsche übersetzt. Im Moment übersetze ich gerade ein anderes Buch, das aber auch von einem brasilianischen Autor stammt. Meine Frau wird sich noch etwas gedulden müssen, denn sie hat bereits ein weiteres Buch mit dem Titel Die Legende vom Schwarzen See geschrieben. Wenn ich die Zeit finde, dann werde ich das natürlich auch noch übersetzen, und zwar mithilfe eines TE. Selbstverständlich!

Warum benutze ich so ein TE eigentlich?

Ich kenne zufällig den Chef der Firma, die das TE herstellt, mit dem ich arbeite (MemoQ von www.kilgray.com). Genau dieser Chef hat mir die Frage gestellt, warum ich denn eigentlich sein Tool für literarischen Übersetzungen benutze? Nun ja, hier ist die Antwort: Man braucht es nicht unbedingt, eigentlich. Wenn du dir deine Brötchen immer zu Fuß vom Bäcker geholt hast, warum solltest du dir dann jetzt plötzlich ein Auto kaufen? Und wenn du mit deinem Nachbarn immer persönlich sprichst, warum solltest du ihn auf einmal mit dem Handy anrufen?

Okay, das ist keine philosophische Frage. Ich würde vermuten, dass “ältere” literarische Übersetzer sich ohne TE eher wohler fühlen, wobei “jüngere” und Computer versiertere Übersetzer ein TE einsetzen sollten. Und was machen jetzt die Übersetzer, die alt und Computer versiert sind??? Spaß beiseite. Ich erkläre hier mal, wie ich das meine:

Erst mal ein paar Grundlagen. Um das Übersetzen etwas einfacher zu gestalten und um einige “Teile” der Übersetzungen später wiederverwenden zu können, trennt das TE den Text in Segmente auf. Meist sind diese Segmente gleichzusetzen mit Sätzen, die mit einem Großbuchstaben beginnen und mit einem Satzende, also einem Punkt, Ausrufe- oder Fragezeichen enden. Nehmen wir einmal folgenden Beispielsatz: “Er möchte, dass Tiere wie z. B. Katzen oder Hunde, immer mit Repekt behandelt werden.” Dieser Satz sollte ein einziges Segment werden, auch wenn hinter “z” und “B” ein Punkt steht. In allen TEs gibt es dafür Segmentierungsregeln, die diese Ausnahmen abfangen.

Ich habe das TE für die Übersetzung des Buches aus einem Hauptgrund verwendet: In brasilianischem Portugiesisch gibt es viele Kommas und Semikolons. Die deutschen Sätze sollten allerdings relativ kurz sein, damit sie für ein deutschsprachiges Kind leichter verständlich sind. Deshalb habe ich die Segmentierungsregeln so angepasst, dass nicht nur nach einem Satzende ein neues Segment entsteht, sondern auch nach Kommas und Simikolons. Nun ist es natürlich nicht so, dass alle Kommas und Semikolons automatisch auch ein Satzende im Deutschen darstellen. Ich musste also im Nachhinein mit der Segmente-zusammenführen-Funktion während der Übersetzung einige Segemente zu einem verschmelzen. Das ist etwas mehr Arbeit, aber der Vorteil ist, dass man kleinere Segmente bekommt. Kleinere Segmente führen automatisch zu mehr und besseren “Matches” im “Translation Memory (TM)”. Das TM ist eine Datenbank, die alle übersetzten Segmente speichert. Man muss also nicht alle ähnlichen oder identischen Segmente ganz neu übersetzen.

Ich benutze diese Matches nicht auf die gleiche Weise wie ich sie für technische Übersetzungen wie z. B. Bedienungsanleitungen benutzen würde, denn ich möchte, dass der Text schön wird, d. h. ich muss auf identische Sätze oder sich wiederholende Phrasen verzichten. Jedoch zeigen mir die Matches an, wie ich einen bestimmten Satz vorher übersetzt habe. So kann ich Segment für Segment entscheiden, ob ich es benutzen möchte oder nicht.

Im Moment übersetze ich ein Sachbuch über eine Balletttänzerin mit Down-Syndrom: www.bailarinaespecial.com.br Das Buch heißt Eficiência na Deficiência (wörtlich so viel wie “Effizienz in der Defizienz”) Der Vater der Balletttänzerin ist der Autor. Der Text ist sehr viel schwieriger als der des Kinderbuches und die Regel der kurzen Sätze im Zieltext kommt hier nicht zum Tragen. Die Semikolon-Regel kann man aber dennoch anwenden. So war es auch bei diesem Buch hilfreich, die Segmentierungsregeln zu anzupassen.

Und wie sieht es mit Terminologie aus?

Eine Terminologiedatenbank ist eine Art Online-Wörterbuch, das in ein TE integriert ist. Ja, auch bei literarischen Übersetzungen ist Terminologie hilfreich. Man kann sich nämlich nicht alle Wörter merken, die man einmal in Wörterbüchern oder Referenzdokumenten nachgeschlagen hat. Genau wie beim TM geben Einträge in der Terminologiedatenbank nur einen Hinweis darauf, wie man das Wort vorher übersetzt hat. Es geht hier nicht um Konsistenz oder gar Qualitätssicherung, sondern darum, dass der Übersetzer leichter entscheiden kann, ob er dasselbe Wort oder vielleicht lieber ein Synonym verwendet.

Bei der ersten Übersetzung, dem Kinderbuch, habe ich die Terminologiedatenbank gar nicht verwendet. Ich hatte zwar angefangen, sie zu nutzen, habe dann aber festgestellt, dass ich nicht ein einziges Wort nachzuschlagen brauchte. Meine Frau und ich sind seit 13 Jahren oder so (ich weiß es nicht mehr) verheiratet. Wir haben uns immer nur auf Portugiesisch unterhalten (das weiß ich noch). Sie spricht auch mit den Kindern nur auf Portugiesisch. Ihr Buch Mozart in der Zukunft ist ein Kinderbuch, d. h. die Texte sind einfach. So konnte ich keinen Vorteil darin sehen, die Terminologiedatenbank zu verwenden.

Mit dem zweiten Buch ist das anders, denn ich war nie mit dem Autor verheiratet. Er benutzt viele relativ schwer zu übersetzenden Wörter und Redewendungen, die – auch wenn ich die meisten kenne – ich sie nicht gerade täglich verwende. In diesem Fall ist es sinnvoll und hilfreich, die Übersetzungen zu speichern. Aber auch hier: nicht als Referenz und nicht nur für die Wiederverwendung.

Kann eine maschinelle (Vor-)Übersetzung helfen?

Ich möchte hier nicht über das Für und Wider der maschinellen Übersetzung diskutieren. Auf jeden Fall kann man mit einem maschinellen Übersetzungstool keine literarischen Texte übersetzen, aber es kann hilfreich sein und das möchte ich im Folgenden aufzeigen.

Ich schlage Vokabeln in verschiedenen Online-Wörterbüchern nach. Für Portugiesisch-Deutsch gibt es nicht viele und die meisten sind nicht besonders gut. Da ich die Bedeutung der meisten Wörter eh kenne, benutze ich die Liste der vorgeschlagenen Übersetzungen eher als Orientierung oder Ideengeber. Es ist halt meist einfacher, wenn ein Tool mir die Übersetzung vorschlägt, als wenn ich mir sie selbst überlegen muss. Die Bedeutung des Ausgangswortes kennen und sich eine Übersetzung zu überlegen sind sowieso zwei Paar Schuhe.

Spanisch ist dem Portugiesischen sehr ähnlich und da ich auch sehr gut Spanisch spreche, benutze ich oft das Online-Wörterbuch LEO. Wenn es das portugiesische Wort auch im Spanischen gibt, dann schlage ich die deutsche Übersetzung dafür nach. Auch hier wieder: als Orientierungshilfe oder Ideengeber. Wenn das deutsche Wort nicht ganz passt, dann suche ich auf dem Wortschatz-Portal der Universität Leipzig nach Synonymen. Meist finde ich einen besseren Term, wenn ich die Liste der Synonyme vergleiche. Auch verwende ich gern den Google translator, dort ganz besonders die Liste, die unten rechts erscheint.

Es kostet allerdings sehr viel Zeit, die Wörter auf verschiedenen Websites nachzuschlagen. So dachte ich mir, dass es hilfreich wäre, wenn man die machinelle Übersetzung direkt ins TE integrieren könnte. Mein TE hat keine Funktion für maschinelle Übersetzung (die neue Version von MemoQ wird aber so eine Funktion haben), also habe ich selbst einen Weg erfunden.

So hab ich’s gemacht:

  1. http://translate.google.com/toolkit öffnen, ein privates TM erstellen, das Dokument hochladen und es maschinell übersetzen lassen
  2. Das übersetzte Dokument herunterladen und sowohl das übersetzte als auch das Ausgangsdokument im TE mit dem Alignment-Tool vergleichen.
  3. Das Tool sollte alle übersetzungen erkennen, sodass man sie leicht in ein neues (wichtig!) TM schreiben kann.
  4. Für das neue TM setzt man Nur-Lese-Rechte und fügt es dann als sekundäres TM dem Übersetzungsprojekt hinzu.

Ich glaube, dass ich nicht einen einzigen Match aus dem maschinell erstellten TM benutzt habe, aber dennoch haben mir die Matches häufig Hinweise darüber gegeben, wie man übersetzen könnte (oder auch nicht übersetzen sollte). Die einzelnen Wortübersetzungen helfen aber, auch wenn man dann oft ein Verb anstatt des vorgeschlagenen Substantivs nimmt.

Der Einsatz von maschineller Übersetzung ist nicht immer zu empfehlen. In vielen Fällen ist es besser, man denkt erst einmal richtig nach, bevor man überhaupt die maschinelle Übersetzung zu lesen beginnt. Ich würde aber die maschinelle Übersetzung als Hilfestellung für literarische Übersetzungen empfehlen, wenn man die oben erwähnten Fallstricke im Hinterkopf behält.

Schlussfolgerung

Vergiss alles, was ich gerade über den Einsatz eines TE für literarische Übersetzungen geschrieben habe. Wenn du diesen Artikel liest, dann arbeitest du wahrscheinlich sowieso schon mit einem TE. Und wenn du ein literarisches Übersetzungsprojekt durchführen musst, dann würdest du dafür auch das TE benutzen.

Alles, was ich über den Gebrauch eines TE, Terminologie, Translation-Memory und maschinelle Übersetzung ist sehr subjektiv und letztendlich muss es jeder selbst entscheiden, weil es auf den eingenen Geschmack und die Gewohnheiten ankommt.

Der große Nachteil von einem TE ist, dass es deine Kreativität beeinflusssen könnte. Und Kreativität ist wichtig, wenn man literarische Texte übersetzt.

”莫札特進入未來世界” (Rezension auf Chinesisch)

MozartChineseIch habe gerade ein E-Mail von einer Freundin bekommen, in dem sie folgendes schreibt: “Anbei ist meine Rezension fuer das Buch. Ich habe sehr positiv geschrieben weil das Buch mir gut gefallen hat.
Ich wuensche Euch noch viel Erfolg in der Buchmesse und lass mich wissen, wenn ich noch etwas fuer Euch auf chinesisch schreiben kann.”
Auf Chinesisch??? Ufff, ja Chao-Ling sagte, dass sie eine Rezension schreiben würde, nachdem sie unser Buch gelesen hat, aber auf Chinesisch???

Hier ist die Rezension:

你可以想像生活在18世紀的小莫札特,突然出現在我們所生活的世界會是什麼情況?他會喜歡看卡通和吃漢堡嗎?在”莫札特進入未來世界”這本書裡, 音樂精靈讓生活在現代,喜歡彈琴的小馬克斯和小莫札特成為好朋友,兩人因此開始一段精彩的冒險旅行!

小馬克斯是個喜歡彈琴的十二歲男孩。在他的生活中音樂是絕不可少的重要元素。他和父母及妹妹生活在奧地利風景優美的一個小鎮。他們是一個愛好音樂的家庭;尤其是媽媽,一心盼望小孩將來能成為優秀的鋼琴家,所以緊盯著小馬克斯練琴。因為就如音樂神童莫札特,如果沒有爸爸從小開始的督促及栽培,很可能就沒有我們今天所認識的莫札特。但是小馬克斯根本沒想這麼多,他就是喜歡彈琴而已。媽媽求好心切的嚴格督導,無形中給他小小心靈造成不小壓力。而生活在另一個時空的小莫札特,時時刻刻都在練琴。偶爾看著窗外在街上嬉戲的小朋友,他多麼渴望能下去跟他們一起玩,即使只是一會兒也好!但是嚴格的爸爸不准他把時間浪費在玩耍上。這種想要有玩伴的渴望便在他的夢中實現了。藉由音樂精靈的幫助,兩個小朋友跨越時空,成為了好朋友。

作者用生動的筆調帶我們進入兩個小朋友的探險世界!只要用一點想像力,你也可以輕易加入他們的世界,一起冒險!

Ist das nicht schön? Es ist sogar “Traditional Chinese”, so wie es z. B. in Hong Kong oder Taiwan geschrieben wird. Habt ihr doch sofort erkannt oder?

Um zu erfahren, was sie denn nun tatsächlich geschrieben hat, habe ich schönen Zeichen mit dem Google-Translator verarbeitet.

Hier das Ergebnis:

Sie können sich vorstellen, im 18. Jahrhundert eine kleine Mozart, plötzlich in der Welt, die wir leben, was die Situation? Er möchte, Karikaturen zu sehen und zu essen Hamburgern zu tun? In der “Mozart in die Zukunft Welt” Dieses Buch, Zauberer, Live-Musik in der heutigen Zeit, wie ein kleines Muster und kleinen Klavier Mozart gute Freunde geworden, die beiden so begann eine wunderbare Abenteuer reisen!

Max ist ein bisschen wie zu spielen und die 12-year-old boy. In seinem Leben, Musik ist unbedingt notwendig, wichtige Elemente. Er und seine Eltern und seine Schwester leben in einer kleinen Stadt in Österreich, landschaftlich. Sie sind ein Musik-liebenden Familie, besonders die Mutter, wie man nach vorne schauen, um ein Kind könnte ein guter Klavierspieler, so genau im Auge behalten des kleinen Max hinein, um Klavier zu üben. Denn, wie Musik-Wunderkind Mozart, wenn nicht sein Vater, der die Überwachung und Anbau begann, wahrscheinlich nicht wissen, Mozart uns heute. Allerdings Little Max einfach nicht Xiangzhemeduo, er ist wie das Klavier. Mutter Qiuhaoxinqie strenger Aufsicht, praktisch erstellt seine kleine Seele ist nicht mit einem kleinen Druckverband. Leben in einem anderen Raum-Zeit-Klein-Mozart, die ganze Zeit in der Praxis Klavier. Gelegentlich sah aus dem Fenster der Kinder auf der Straße spielen, sehnte er sich auf, um mit ihnen zu spielen gehen, wenn auch nur für eine Weile Fine! Allerdings verbieten die strengen Vater ihn zu Zeit spielen über Abfälle. Dieser Wunsch wird wollen Spielkameraden in seinem Traum Wirklichkeit haben. Mit Hilfe von Musik, Zauberer, wurde den beiden Kindern in Zeit und Raum, gute Freunde.

Die Autoren verwendeten eine lebendige Schreibstil zu uns in das Abenteuer der beiden Kinder in die Welt zu erobern! Verwenden Sie einfach ein wenig Phantasie, können Sie ganz einfach anzuschließen ihre Welt, zusammen mit Abenteuer!

Mio mein Mio von Astrid Lindgren

Über dieses Buch ist schon so viel geschrieben worden. Sicher ist es nicht eines von Astrid Lindren’s bekanntesten Büchern, aber dennoch ein sehr zu empfehlendes.

Ich bin durch Zufall darauf gestoßen, habe es mit dem Gedankem gekauft, es meiner Tochter vor zulesen. Ich neige dazu, immer etwas zu viel von meinen Kindern zu verlangen. Und auch diesmal muss ich wieder zugeben, dass ich etwas voreilig war, denn das Buch ist für 8-9 Jahre geeignet ist, meine Tochter war aber erst 7. Sie hat aber alles verstanden, und wir hatten beide Spaß an dem Buch, das ich ihr Kapitel für Kapitel vorgelesen habe.

Es ist interessant, die vielen Rezensionen zu dem Buch zu lesen. Manche behaupten, das Buch wäre auch schon für 4-5 Jahre geeignet. Tja, es gibt halt solche und solche Kinder. In einer anderen Rezension laß ich, dass die Übersetzung durchweg schlecht sei. Da ich selbst Übersetzer bin, maße ich mir eine derartige Bemerkung nicht an, zumal ich ja noch nicht einmal das Original weder kenne noch überhaupt verstehen würde. Die Sprache ist tatsächlich etwas eigenartig, aber gerade das macht meiner Meinung nach das Buch zu etwas Besonderem.

Kinderbücher mit Twitter vermarkten

MNF_book_twitterMeine Frau hat das tolle Kinderbuch “Mozart in der Zukunft” in brasilianischem Portugiesisch geschrieben. Dann kam eine Welle von Marketing-Aktionen in Brasilien, wo wir sehr viele und sehr gute Kontakte haben: Zwei Fernsehinterviews, Titelseite einer Zeitschrift, Interviews in verschiedenen Zeitungen, Lesungen usw. Wahnsinn! Das hat Spaß gemacht!

Dann war ich dran. Ich durfte das Buch übersetzen. Ich habe Übersetzen studiert und meine Frau und ich sprechen seit über 12 Jahren Portugiesisch miteinander, also war die Übersetzung keine Arbeit, sondern eine reine Freude. Dann haben wir das Buch mit BoD in Deutschland veröffentlicht und in Windeseile stand es dann auf Amazon.de und in so vielen anderen Online-Shops.
Unsere Hausbank hat uns dann noch etwas unterstützt: Wir durften im Foyer der Raiffeisenbank Sulz, Vorarlberg, eine Lesung halten. Das war ein Supererfolg! Über 120 Leute waren gekommen!
Außerdem hatte ich einige Rezensisten angeschrieben und darum gebeten, das Buch zu rezensieren. Ebensolch Rez-E-Zine hat zugestimmt, mir aber gesagt, dass sie ganz negativ rezensieren, wenn sie denn Grund dazu hätten. Ich habe eingewilligt. Das Ergebnis: 100% positiv!
Und jetzt? Abwarten, was passiert?
Nein. Dann habe ich Twitter entdeckt. Hier jetzt meine “Strategie” mit der Bitte um Kommentare. Natürlich habe ich es von Anfang an NICHT so gemacht, aber ich würde es so tun, wenn ich noch einmal starten könnte:
Zutaten
  • 1 Produkt, oder mehr nach Belieben (Ich habe ein Kinderbuch genommen)
  • 1 Computer mit Internet-Anschluss
  • 1 Prise Gehirnschmalz
Zubereitung
Die folgenden Schritte sollten parallel durchgeführt werden. Jeder einzelne Schritt ist als kontinuierliche Arbeit zu sehen. Mit anderen Worten: Man wird nie fertig!
  1. Nach “Twitter-Tipps” o. ä. Wörtern googeln und sich eine Art persönlichen Twitter-Knigge anlegen. (Darauf achten, dass man sich ganz klar darüber ist, wie man Dinge wie “Retweet”, “FollowFriday” und “Direct Message” benutzt, wem man folgt und wem nicht, wie groß das Verhältnis followers/following ist, wie man mit neuen Followers umgeht usw., aber vor allem sollte man sich die Frage beantworten: “Was schreibe ich in mein “Bio”? Es gibt keine Richtlinien, aber man sollte sich die Richtlinien auf jeden Fall selbst setzen.)
  2. Die Frage wie “Wie können meine Tweets für andere nützlich sein?” beantworten. (Wir bewegen uns im Bereich “Kinder- und Jugendbücher”, d. h. wir twittern nur Themen, die zu dem Bereich gehören oder artverwandt sind.)
  3. Einen Blog aufsetzen:  WordPressBlogger usw. oder eine eigene Installation. Dort steht das Produkt, z. B. ein Kinderbuch. Es kann aber alles mögliche sein.
  4. Wer mag, kann den Blog mit Werbung versehen. Dazu eignet sich Google Adsense, aber es gibt natürlich auch andere Anbieter. Gezieltere Werbung macht man natürlich mit seinem eigenen Buch, das man z. B. handsigniert anbietet oder man legt sich einen Amazon-Partner-Account o. ä. an, damit man mit seinen eigenen und anderen Büchern noch ein paar Euro extra verdienen kann.
  5. Interessante Artikel schreiben. Wie bei den Tweets sollten diese Artikel andere interessieren. Zu kurz hat keinen Wert und zu lang nervt jeden Internet-Surfer. 3 bis 4 Absätze reichen. Mehr liest eh keiner! Hauptsache die Überschrift erregt die Aufmersamkeit der Leser. Auch die Überschrift sollte nicht zu lang sein, damit man sie noch twittern kann.
  6. Jeden neuen Artikel twittern. (Das kann man automatisieren. Hängt aber vom Blogbetreiber ab.)
  7. Zusätzlich kann/sollte man noch den Artikel in verschiedenen sozialen Netzwerken wie XING, Facebook, Linkedin usw. posten. Dort gibt es interessante Gruppen. Da das alles Arbeit ist, sollte man sich vorher überlegen, wie viel Zeit man hat. Besser ein Netzwerk richtig, als viele nur ein bisschen.
  8. Themen suchen, die man twittern kann: z. B. über den Google reader oder einem anderen News-Reader die Feeds von verwandten Blogs lesen. Außerdem kann man sich auch von verschiedenen Seiten Newsletter zuschicken lassen, sich per Google Alerts die neuesten Webseiten mit bestimmten Wörtern per Mail senden lassen oder einfach nur ein bisschen Surfen und interessante Seiten suchen. Die Themen dann lesen (wichtig!) und eventuell mit Link twittern. So hält man seine Followers auf dem Laufenden.
  9. Die unter 8. gefundenen Seiten kommentieren. Wenn es sich um einen Blog-Artikel handelt, dann gibt es meist eine Kommentarfunktion. Kurze Regel: Ein Tweet ist kurz, ein Kommentar eines Blog-Artikels ist etwas länger, ein Blog-Artikel ist am längsten. Was man auch immer schreibt: Es darf weder zu kurz noch zu lang sein! Unter den Kommentar auf jeden Fall die Website setzen, damit die Leser des Kommentars auf die eigene Website kommen und dort das Buch finden.
Das gerade Geschriebene erinnert mich daran, als ich von ein paar Tagen einen Artikel über Wespen laß. Ich hatte viel gelernt und weiß jetzt, dass man sie nicht wegpusten darf, dass man nicht nach ihnen schlagen und das man ganz ruhig bleiben sollte. Gestern saß ich bei einem Freund im Garten und sah wie ihn eine Wespe nervte. Sofort verkündete ich mein Wespenverhaltenskenntnisse. Der Freund bedankte sich, weil er die Information gut gebrauchen konnte. Kurz darauf hatte es aber eine Wespe auf mich abgesehen. Und? Was habe ich gemacht? – Ich habe versucht sie wegzuschlagen und bis total nervös geworden.
Tja, ob ich es auf die Reihe bekomme, mich an mein eigenes Rezept zu halten?

Lesung in Sulz, Vorarlberg, Österreich

lesung-tania1Mozart in der Zukunft” – Veröffentlichung der deutschen Übersetzung von „Mozart no futuro

Am 6. Mai hat die brasilianische Schriftstellerin Tânia Maria Rodrigues-Peters (die zufällig meine Ehefrau ist) ihre erste Lesung in Sulz, Vorarlberg, gehalten. Das Event wurde von der größten Bank der Region, der Raiffeisenbank, unterstützt. Die Einladung wurde auch auf der Website der Gemeinde veröffentlicht.

Nachdem der Geschäftsführer der Bank in seiner Einführung sagte, dass der Übersetzer des Buches (ich) der Sohn von Tânia Maria sei, fingen viele Leute an zu lachen. (Vielleicht weil sie wussten, dass es wahr ist?) Kurz danach kam Tânia Maria auf die Bühne (ein Glück, dass sie weder getanzt noch gesungen hat) und erzählte kurz von ihrem Leben und dem Buch. lesung-carsten1

Zwei Mädchen interpretierten Mozart auf Violine und Cello. Die Musik schaffte eine angenehme Stimmung im Foyer der Raiffeisenbank.

Danach lasen Herr Peters (ich), Birgit (die Frau, die in dem Haus wohnt, das als Illustration im Buch erscheint), Max (unser Nachbar, der zufällig denselben Namen hat wie einer der Hauptfiguren des Buches) und Laura (die eigentlich Mozart heißen sollte, denn sie hat den Mozart wirklich fabelhaft interpretiert) zwei Passagen aus dem Buch und gaben damit dem Publikum einen Eindruck des Buches „Mozart in der Zukunft“. Die Lesung war ein Riesenerfolg.

Rezension auf Ebensolch Rez-E-zine

think-positiveIch gebe zu, dass eine Rezension etwas ist, was mich ein wenig beunruhigt. Ich war wirklich nervös und dachte, dass mein Buch “Mozart in der Zukunft” negativ kritisiert werden würde. Aber ich wurde wirklich sehr freudig überrascht, denn ich bin nur gelobt worden. Es war so positiv und ich schwebe auf allen Wolken – zusammen mit meinem kleinen Mozart natürlich!!!

Im Folgenden die Kinderbuchrezension von Sigrid Strohschneider-Laue:

Natürliche Begabung ist eine Seite des Erfolgs junger Talente und elterlicher Ehrgeiz die andere. Wenn die Mischung stimmt, dann stellt sich der Erfolg mit Spaß ein. Wenn der Erfolgsdruck hingegen zu groß wird, kann aus Sehnsucht Sucht werden. Die richtige Balance zwischen Freiräumen, Verpflichtungen und freiwilligen Training zu halten, ist für alle Beteiligten nicht einfach, aber dringend erforderlich. Der Schritt von Förderung zur Überforderung ist schnell getan.

Tânia Maria Rodrigues-Peters erzählt sensibel eine kindgerechte Geschichte über dieses Thema. Obwohl zum Selberlesen geeignet, sollte die Geschichte dennoch vorgelesen werden. Eröffnet sie doch auch Eltern einen Blick auf sich selbst. Zu dem lädt sie ein mit Kindern über Lernerfolg und über Mozart zu reden.

Musik, Fantasie, Freiräume und zwei Buben treffen in der Story auf einander. Der moderne Max trifft den altbackenen Amadeus. Sie haben sehr viel gemeinsam und genauso viel unterscheidet sie auch. Geschickt verwebt die Autorin die Lebenslinien von Max und Amadeus. Sie lässt die Wünsche der beiden Kinder nach Zuneigung und Bewunderung erkennbar werden. Max reflektiert über seine eigenen Grenzen und Möglichkeiten, während der kleine Mozart neugierig die unbekannte Vielfalt erkundet und schließlich doch das Klavier bevorzugt.

Die erstklassigen Illustrationen von Pedro Caraça unterstreichen den Text optisch. Ungewöhnlich aber in diesem Zusammenhang passend ist, dass direkte Reden “mozartmäßig” mit einer Note eingeleitet werden. Man darf gespannt sein, was Tânia Maria Rodrigues-Peters noch einfallen wird.

© S. Strohschneider-Laue

http://www.ebensolch.at/blog/archives/485